Musikalische Abendfeiern und Gästechor

 

Aufgrund der bestehenden Regelungen des Landes Schleswig-Holstein und den Handlungsempfehlungen des Kirchenkreises ist es uns leider in diesem Jahr nicht möglich, die Abendfeiern in gewohnter Weise stattfinden zu lassen. Es gibt keine Probenmöglichkeiten für Chöre in geschlossenen Räumen und Blasinstrumente könnten die nötigen Sicherheitsabstände nicht einhalten in der St.-Clemens-Kirche.

Es tut mir sehr leid, Ihnen in diesem Jahr nichts anbieten zu können, hoffentlich ist dann in 2021 einiges wieder besser.

Wenn Sie ein Saiten- oder Tasteninstrument spielen besteht die Möglichkeit am Donnerstagabend im Gottesdienst mitzuwirken, damit ist wenigstens etwas Musik möglich. Bitte melden Sie sich dafür bei mir unter Tel.: 04682 10 34 oder per Mail: kirchenmusik@amrum-kirche.de . Seien Sie auch herzlich eingeladen zum Besuch der Gottesdienste, bitte beachten Sie hierzu die Vorankündigungen und Aushänge.

Mit herzlichen musikalischen Grüßen, Ihre/eure Anne-Sophie Bunk

 

Zwischen Pfingsten und Erntedank (Bestimmt wieder ab 2021!) lädt die St.-Clemens-Kirchengemeinde zu einer besonderen Andacht am Donnerstagabend ein.
Dort treffen sich Musiker und Musikerinnen, Sänger und Sängerinnen, jede Woche kommt eine neue Besetzung aus Musikfreunden zusammen um die Abendfeiern zu gestalten und zu bereichern. Dies hat lange Tradition: Der Ursprung der Andachten findet sich in einem Treffen von Jugendlichen zu einer Bibelwoche unter Leitung von Pastor Erich Pörksen im Jahr 1935. Dort wurde gesungen und gebetet und die Kinder lernten ihren Glauben kennen. Man saß bei schönem Wetter im Garten und hatte denn manches Mal auch diverse „Zaungäste“. Bald wurden diese Zusammenkünfte durchdie damaligen Parteifunktionäre untersagt, man musste sich zurückziehen in die geschützten vier Wände des Pastorates und der Kirche. Hier konnte man einen guten Gedankenaustausch der damaligen Bekennenden Kirche pflegen, zu der sich auch Pastor Pörksen zugehörig fühlte. Da alle Predigten des Geistlichen durch Spitzel der Partei mitgeschrieben wurden, boten die Abendfeiern bald die einzige Möglichkeit, der freien, wenn auch kurzen Predigt. Damit der Rahmen nicht zu feierlich wirkte, wurde die Glocke nicht geläutet, sondern nur gebeiert. Dies tun wir heute nur zu Aussegnung und Trauerfeier. Damals war es als Tarnung gedacht und zeigte daher an, dass essich um eine „private“ Andacht handelte.

Die wesentlichen Merkmale der Anfänge haben sich erhalten und erinnern und heute an diese schwierigen Zeiten und die möglichen Wege:
Stets wurden in der Kirche alle Kerzen entzündet und Musiker bereicherten die Abendfeiern undmachten sie somit zu „Musikalischen Abendfeiern“. Der liturgische Ablauf mit vielen Antwortgesängen ist ebenfalls unverändert geblieben und schaffte so einen festen Rahmen.

Nach der Rückkehr des Pastors aus Krieg und Gefangenenlager wurden ab 1948 die Musikalischen Abendfeiern wieder aufgenommen, jetzt auch manchmal mit einem Chor aus Kurgästen, wohl unter Leitung der Organistin Else Lorenzen oder erfahrener Urlauber. Solisten, sowohl namhafte Künstler wie Erich Mirsch-Riccius, Dr. Werner Schwarz oder Hermann Prey als auch versierte Laien bereichern seither die Andachten.

Bis heute sind dankenswerter Weise viele Musiker und Musikerinnen bereit, ehrenamtlich und mit viel Freude ihr Können zu zeigen und damit einen wichtigen Beitrag zu leisten für diese große Einmaligkeit, die wir jede Woche immer wieder erleben dürfen.
Bestimmte Bibelabschnitte oder Textreihen bieten seit einigen Jahren einen roten Faden durch all die Donnerstagabende der Saison.

Die Musik kommt spontan dazu: im Gästechor sammeln sich zur Probe Sängerinnen und Sänger, viele zum ersten Mal, andere schon seit langer Zeit immer wieder. Die Besetzung entsteht vor Ort, die Literaturauswahl muss stets für verschiedene Stimmenzusammensetzungen zugänglich sein. Nach nur einer Probe singt der Gästechor dann zum Beginn und Abschluss der Musikalischen Abendfeiern, das Repertoire reicht von kleinen dreistimmigen Haydn- oder Mozartsätzen bis hin zum sechs- oder achtstimmigen Mendelssohn-Satz.

Die Beiträge der Musiker reihen sich ein in den liturgischen Rahmen mit Psalm, Gebet, Text, Ansprache, Vater unser und Segen.

 

Sie können dabei sein, wenn Sie gerne singen und etwas Chorerfahrung haben, wenn Sie ein Instrument spielen oder einfach am Donnerstag dabei sein möchten:

Gästechorproben (leider nicht im Jahr 2020!)

Montag 20:00 bis 21:50 Uhr St.-Clemens-Hüs, Postwai 3, Nebel

Solistinnen und Solisten

Melden sich bitte telefonisch oder per Mail
bei Kirchenmusikerin Anne-Sophie Bunk(verlinken zu Kontakten)
Die Proben können am Montag- und Mittwochvormittag, sowie am Donnerstagnachmittag stattfinden

Musikalische Abendfeier (leider nicht im Jahr 2020!)

Donnerstag um 20:30 Uhr St.-Clemens-Kirche in Nebel
Es musizieren: der Gästechor und SolistInnen

Informieren Sie sich doch hier über unser spannendes Projekt “ERZÄHLENDE GRABSTEINE AMRUM”