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Internet-Gottesdienst aus St. Clemens auf Amrum – zur Epiphanias-Zeit bis Ende Januar

(Orgel: Anne-Sophie Bunk, Texte: Pastorin Martje Brandt)

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Die Könige sind an der Krippe angekommen. Ab 6. Januar ist das Weihnachtsfest vollständig und wird gefeiert bis Ende Januar. Wir genießen die Gewissheit, dass Gott auf der Welt erschienen ist. Höchstpersönlich. Und feiern das Licht des Sterns – und das Licht des Lebens, das uns mit Gott verbunden hält und unser Leben hell macht.

Wir feiern es auf “Amrumer-musikalischen” Art: Flötenkind und Trompetensolo aus dem Posaunenchor. Danke an Juliane Bunk und Bettina Stöck.

1. Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg, führ uns zur Krippe hin, zeig, wo sie steht, leuchte du uns voran, bis wir dort sind. Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind!

2. Stern über Bethlehem, nun bleibst du stehn und lässt uns alle das Wunder hier sehn, das da geschehen, was niemand gedacht. Stern über Bethlehem, in dieser Nacht.

3. Stern über Bethlehem, wir sind am Ziel, denn dieser arme Stall birgt doch so viel! Du hast uns hergeführt, wir danken dir. Stern über Bethlehem, wir bleiben hier.

4. Stern über Bethlehem, kehr’n wir zurück, steht doch dein heller Schein in unserm Blick, und was uns froh gemacht, teilen wir aus, Stern über Bethlehem, schein auch zu Haus.

So weit die Vor-Freude über den Stern – nun lassen Sie sich mit einem Orgelvorspiel weiter durch diesen Gottesdienst tragen:

Orgelvorspiel: Triosonate 2. Satz – Adagio – Johann Sebastian Bach

Ein gesegnetes Jahr 2021!

Herzlich willkommen zum Gottesdienste hier auf der Website von St. Clemens auf Amrum. Im Folgenden finden Sie kleine Videos mit Musik, Liedern, Gebet und Lesungen, und Texte, die wir für die Epiphaniaszeit zusammen gestellt haben. Sie nehmen die Themen der Weihnachtszeit und des Jahreswechsels auf.  Klicken Sie das an, was Sie interessiert oder alles hintereinander…Singen Sie die Lieder zu Hause  mit – die Texte stehen jeweils direkt unter den Videos. Folgende Lieder finden Sie innerhalb dieses Gottesdienstes auf der website (in Begleitung der Amrumer Orgel): Stern über Bethlehem (oben), Von guten Mächten wunderbar geborgen, O Bethlehem, du kleine Stadt, Meine Zeit steht in Deinen Händen und  Und freuen Sie sich am Ende des Gottesdienstes auf Feuerwerk und Punsch – das kann auch im neuen Jahr noch gut tun!

Eine gesegnete Zeit auf dieser Seite wünschen Ihnen Pastorin Martje Brandt und Kirchenmusikerin Anne-Sophie Bunk. Hören Sie auch gerne Ihre Begrüßung im folgenden Video, in dem Orgel mit Text die ersten Worte und Töne haben und dann eine persönliche Begrüßung folgt!

Es gut gut in eine neues Jahr zu gehen in der Gewissheit, dass Gott da ist, egal was kommen mag. Es kann eben alles sein. Glück über Glück, gute kleine Freuden oder auch schwere und dunkle Zeiten. Keine/r weiß das jetzt. Es gibt Richtungen, aber jedes Jahr kann auch ganz Unvorhergesehenes im Gepäck haben. Wie das Jahr 2020. Aber wir haben und darauf eingestellt und finden Wege. So möge es auch in 2021 sein. Dietrich Bonhoeffer ist durch seinen Text “Von guten Mächten wunderbar geborgen” ein Vorbild geworden dafür, dass Gott wirklich da ist, egal, was kommen wird. Tief gläubig konnte er auch angesichts des Todes auf Gottes Mächte und Kräfte hoffen. Daher trägt dieser Text uns sicher in das neue Jahr. Im Folgenden finden Sie die Variante des Liedes zum Mitgehen/Mitsingen.

Lied: “Von guten Mächten…” im folgenden Video. Der Text zum Mitsingen darunter.

1. Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr. Refr.: Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

2. Noch will das Alte unsre Herzen quälen, noch drückt uns böser Tage schwere Last. Ach, Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen das heil, für das du uns geschaffen hast. Refr.: Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

3. Lass warm und hell die Kerzen heute flammen, die du in unsre Dunkelheit gebracht, führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen! Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht. Refr.: Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

 

Psalm – So manche/r hofft auf Hilfe in diesen Zeiten. In Zeiten der Bedrängnis – einer Krise wie jetzt – schauen wir zu Gott in den Himmel und fragen: Von wo kommt Hilfe? Genau diese Frage nimmt ein modernes Psalmlied aus Psalm 121 auf. (Text Ute Passarge, Musik Andreas Lettau – 2009) Den Text des Liedes zum Mitsingen finden Sie unterhalb des Videos.

Refr.: Ich seh empor zu den Bergen voller Sehnsucht: Wo ist Hilfe? Mein Beistand kommt von dem Einen. Alle Welt liegt in seiner Hand.

1. Er lässt deinen Fuß niemals wanken, und der dich behütet, schläft nicht. Er wird die Augen nie schließen, er, der herrscht über Raum und Zeit.

Refr.: Ich seh empor zu den Bergen voller Sehnsucht: Wo ist Hilfe? Mein Beistand kommt von dem Einen. Alle Welt liegt in seiner Hand.

2. Dein Gott bleibt bei dir wie ein Schatten, und er lässt dich niemals im Stich. Die Sonne soll dich nicht blenden und nicht stören der Mond bei Nacht.

Refr.: Ich seh empor zu den Bergen voller Sehnsucht: Wo ist Hilfe? Mein Beistand kommt von dem Einen. Alle Welt liegt in seiner Hand.

3. Er möge dein Leben bewahren und wende Gefahr von dir ab, behüte all deine Schritte bis ans Tor seiner Ewigkeit.

 

Gebet Gott des Lebens, schick mir Deinen Stern vom Himmel. Ich möchte seinem Licht folgen und mich an seinem Licht wärmen. Es sind dunkle und kalte Zeiten hier. Und wir schauen nur wie in einen Nebel, wenn wir nach vorn blicken. Schick uns viele Sterne. Zeichen Deiner Liebe und Gegenwart. Und lass sie uns alle zu Dir führen, der Du schon längst nicht mehr in der Krippe liegt. Zeig uns die Orte, an denen wir Dich finden. AMEN

Von Weihnachten her gehen wir in das neue Jahr. Weihnachten stärkt für den Weg. die guten Mächte sind auf der Erde geboren. Die Kraft Gottes ist nicht fern – sondern Mensch geworden – mitten unter uns. Daher ist es gut, dass die Weihnachtsfestzeit in der Kirche bis Ende Januar gefeiert wird. Nehmen Sie daher gerne Texte und wichtige Lieder mit in das Jahr 2021 – hier sind sie zum Nachhören:

Lesung aus Micha 5:

Du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. Indes lässt er sie plagen bis auf die Zeit, dass die, welche gebären soll, geboren hat. Da wird dann der Rest seiner Brüder wiederkommen zu den Israeliten. Er aber wird auftreten und sie weiden in der Kraft des Herrn und in der Hoheit des Namens des Herrn, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden bis an die Enden der Erde. Und er wird der Friede sein.

Impuls: Gott macht das Kleine groß! Nichts ist zu unscheinbar, dass Gott mit allem Lebenswillen und mit aller Kraft genau dort nicht einziehen will. Gott will bei uns wohnen. Bei jedem mit seinen Sorgen bei jeder mit ihrer Pracht. Bei allen Kleinen, Geringen und Verachteten. Bei den Großen und Wichtigen. Nicht ist ihm zu klein – vor keinem Großen hat er Angst. Alle sind verbunden im Willen Gottes nach Frieden – der großen Sehnsucht des Lebens. Denn im Frieden kann Leben sich entfalten. Immer wieder wird Gott voller Frieden mit ausgestreckter Hand und schützendem Abstand kommen. Die größte Kraft, die alles in der Hand hat sieht auch das Kleinste. Nichts ist zu klein. Das macht Gottes Größe aus.

Lied: O Bethlehem Du kleine Stadt (Text unter dem Video)

1. O Bethlehem, Du kleine Stadt, wie stille liegst du hier, du schläfst, und gold’ne Sternelein ziehn leise über dir. Doch in den dunklen Gassen das ewge Licht heut scheint für alle, die da traurig sind und die zuvor geweint.

2. Des Herren heilige Geburt verkündet hell der Stern, ein ewger Friede sei beschert, den Menschen nah und fern; denn Christus ist geboren, und Engel halten Wacht, dieweil die Menschen schlafen die ganze dunkle Nacht.

3. O heilig Kind von Bethlehem, in unsre Herzen komm, wirf alle unsre Sünden fort und mach uns frei und fromm” Die Weihnachtsengel singen die frohe Botschaft hell: Komm auch zu uns und bleib bei uns, o Herr Immanuel.

“Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben.” (Charles Dickens)

 

Impuls: Im Matthäusevangelium wird die Geburtsgeschichte Jesu mit der Legende verknüpft, dass Weise Gelehrte eine Himmelserscheinung sehen und ihr folgen, weil dieser besondere Stern sie lockt. Danke für Eure Neugierde, ihr Könige. Das seid ihr in unserer Weihnachtstradition geworden. Große – Mächtige, die sich klein machen für das Kind im Stall. Sie wussten nicht, was sie finden werden, als sie aufgebrochen sind. Sie haben an der verkehrten Stelle gesucht. Aber sie waren hellhörig auf Engelsgeflüster und in Bewegung gehalten durch das Himmelsphänomen, dem sie besondere Bedeutung für ihr Leben und dem der Welt zutrauten. Und sie wollten nicht umkehren, eh sie am Ziel waren. Ehrfurcht ergriff sie im Stall. Und weil dort ein Kind lag – für sie völlig unerwartet, wussten sie, dass sie am Ziel waren. Sie haben für ihr Leben gelernt. Sie haben gefunden und ihr Herz gefüllt und sind mutig weiter gegangen. Ihr Weisen – schenkt uns für das nächste Jahr Eure Zuversicht, dass wir für unser Leben finden werden!

Wilhelm Busch – Der Stern Hätt einer auch fast mehr Verstand – als die drei Weisen aus Morgenland – und ließe sich dünken, er wär wohl nie – dem Sternlein nachgereist wie sie; dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest seine Lichtlein wonniglich schienen lässt, fällt auch auf sein verständig Gesicht, er mag es merken oder nicht – ein freundlicher Strahl – des Wundersternes von dazumal.

Brich an Du schönes Morgenlicht – eine leicht schräge Variante aus St. Clemens in der Hoffnung auf zahlreiche wunderschöne Aufführungen des Weihnachtsoratoriums von J.S. Bach! Und Teilen/Chorälen davon auch wieder vom Kirchenchor auf Amrum. – Mit Grüßen an alle, mit denen wir jetzt gerne zusammen schöne Musik machen würden wollen! Bis bald!

Brich an, o schönes Morgenlicht, uns lass den Himmel tagen! Du Hirtenvolk, erschrecke nicht, weil dir die Engel sagen, dass dieses schwache Knäbelein soll unser Trost und Wonne sein, dazu den Satan zwingen und letztlich Frieden bringen.

Gott, die Welt regieren lassen – oder es selbst tun? Im folgenden Video ein Text dazu:

Fürbittengebet Gott, wir bitten für unsere Welt – regiere sie nach Deinem Willen des Friedens und des Lebens. Hilf allen Enden dieser Erde durch die Pandemie in diesem ganzen Jahr. Wir hoffen, dass das Leid, die Verunsicherungen, Einschränkungen und Anstrengungen an ein Ende kommen und wir die Tränen trocknen und die Scherben wieder einsammeln können, die diese Zeit mit sich gebracht hat. Die Hoffnung ist groß – ebenso die klare Stimme im Hintergrund: “Freut euch bloß nicht zu früh”. Ein Virus hat uns gezeigt, wie angreifbar unser Leben ist. Wir preisen daher das große Wunder, dass wir Leben und dass Du einen Platz hast in Deinem Reich, wenn unser Leben hier zu Ende gehen sollte. Wir verstehen nicht und haben es nicht in der Hand. Wir tun was wir können und bitten Dich gleichzeitig:

Vater unser im Himmel…

Refr.: Meine Zeit  – steht in Deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in Dir. Du gibst Geborgenheit. Du kannst alles wenden. Gib mir ein festes Herz – mach es fest in Dir.

1. Sorgen quälen und werden mir zu groß. Mutlos frag ich: Was wird morgen sein? Doch du liebst mich, du lässt mich nicht los. Vater, du wirst bei mir sein. Refr.: Meine Zeit  – steht in Deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in Dir. Du gibst Geborgenheit. Du kannst alles wenden. Gib mir ein festes Herz – mach es fest in Dir.

3. Es gibt Tage, die bleiben ohne Sinn. Hilflos seh ich, wie die Zeit verrinnt. Stunden, Tage, Jahre gehen hin, und ich frag, wo sie geblieben sind. Refr.: Meine Zeit  – steht in Deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in Dir. Du gibst Geborgenheit. Du kannst alles wenden. Gib mir ein festes Herz – mach es fest in Dir.

 

Flüstergebet                          nach Peter Horst

Fürchtet euch nicht. Sagt es leise weiter;

Fürchtet euch nicht. Sagt es allen, die sich fürchten, sagt leise zu ihnen:

 Fürchtet euch nicht, habt keine Angst mehr, Gott ist da und kommt in unsere Welt: einfach, arm, menschlich.

Sucht Gott, macht euch auf den Weg! Sucht Gott nicht hinter den Sternen, nicht in Palästen, nicht hinter Schaufenstern.

Sucht Gott dort, wo ihr arm seid, wo ihr traurig seid und Angst habt. Da hat sich Gott verborgen und spricht:

Fürchtet euch nicht.

Da werdet ihr Gott finden, wie einen Lichtschein im dunklen Gestrüpp, wie eine tröstende Hand, wie eine Stimme, die leise sagt:

Fürchtet euch nicht. Amen.           

Lied: O Du fröhliche – auch in der Weihnachtsfestzeit bis Ende Januar gut singbar… und immer ein festlicher Abschluss…

Feuerwerksmusik (G.Fr. Händel) – auf der Orgel!

…und für alle, die auf das Jahr 2021 immer noch einmal Anstoßen wollen…:

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