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Gottesdienst im Advent

Musik zum Beginn: Choralvorspiel “Nun komm der Heiden Heiland” von Dietrich Buxtehude (Orgel: Paul Nancekievill)

Einen gesegneten ersten Advent wünschen wir Ihnen von Amrum! Möge die erste Kerze am Kranz Ihnen Hoffnung und Kraft geben. Mögen Sie durch unsere Grüße und Gebete mit allen verbunden sein, die Sie vermissen – und vor allem mit Gott, der sich schon auf den Weg macht, unsere Einsamkeit zu durchbrechen und uns näher zu sein, als wir es jetzt empfinden. Spürbar wird das in der Heiligen Nacht – aber viele von Ihnen fragen sich sorgenvoll, wie wir diese in diesem Jahr erleben werden. Wird es auch in Coronazeiten mit neuen Varianten und hitzigen Diskussionen Weihnachten werden? Ja. Weihnachten ist es schon, denn Gott ist in der Welt und geht mit. Durch alle Zeiten – schon seit vielen Generationen. Gott kommt in den Stall der Welt und nicht in die Paläste. Gott kommt in unsere Angst, Überforderung, Einsamkeit oder Verzweiflung. Seien Sie sich dessen gewiss und warten wir darauf im Advent – dem Warten auf die Ankunft der neuen Kraft. AMEN

Auf dieser Seite finden Sie – dem Ablauf eines Gottesdienstes folgend – Musik, Texte, Gebete und Lieder. (zum Mitsingen – die Texte sind jeweils unter den Videos zu finden). In den einzelnen Videos finden Sie vieles zum Anklicken – einiges – wie diese Begrüßung – ist zum Lesen eingestellt. Wählen Sie aus oder klicken Sie alles nacheinander an – wir wünschen Ihnen gesegnete innere Zeiten.

Im Laufe dieses Gottesdienstes finden Sie folgende Lieder zum Mitsingen: ‘Wie soll ich Dich empfangen’, Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit, Tochter Zion und Macht hoch die Tür.

Wir feiern den Gottesdienst im Namen Gottes – der ist schon da. Im Namen Jesu Christi – der kommt, um Gottes Nähe mit uns zu leben und im Namen des Heiligen Geistes – der mehr kann als wir denken.  AMEN

Im folgenden Video begrüßt Pastorin Martje Brandt Sie noch einmal in Bild und Ton:

Lied zum Entzünden der Kerze:  EIn Licht geht uns auf (Text zum Mitsingen unter dem Video. Bitte scrollen oder im Handy das Video in einem kleinen Extrafenster abspielen lassen)
1. Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit, durchbricht die Nacht und erhellt die Zeit. Refr.: Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht. Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht.

2. Ein Licht weist den Weg, der zu Hoffnung führt, erfüllt den Tag, dass es jeder spürt. Refr.: Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht. Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht.

3. Ein Licht macht uns froh, wir sind nicht allein. An jedem Ort wird es bei uns sein. Refr.: Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht. Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht.

4. Ein Licht steckt uns an, macht uns selbst zum Licht. Wir fürchten uns, weil wir leuchten nicht. Refr.: Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht. Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht.

Im nächsten Video sind Sie eingeladen zum Beten – das Eingangsgebet.

Lied zum Beginn:  Wie soll ich Dich empfangen (Text zum Mitsingen unter dem Video. Bitte scrollen oder im Handy das Video in einem kleinen Extrafenster abspielen lassen)
1. Wie soll ich Dich empfangen und wie begegn ich dir, o aller Welt Verlangen, o meiner Seelen Zier? O Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei, damit was dich ergötze, mir kund und wissend sei.

2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß.

3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud als Leib und Seele saßen in ihrem Größten Leid? Als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht.

 

Im nächsten Video sind Sie eingeladen, den Psalm 24 zu hören – so wie er in der BIbel nach Martin Luther steht. Eine Übertragung von Peter Spangenberg, die wir im Konfergottesdienst gelesen haben, können Sie darunter finden.

Psalm 24 – in modernen Worten: Die Erde gehört Gott; denn sie ist sein Werk. Die Welt und alle, was in ihr lebt, gehört Gott: Alles war seine Idee und alles stammt aus seiner Werkstatt. Wer dürfte jemals in Gottes Herz sehen? Wer dürfte es wagen, sozusagen durchs Schlüsselloch zu gucken, um hinter Gottes Geheimnisse zu kommen?! Nur ein Mensch, der keinen einzigen Fehler hat und macht, einer, bei dem alles gut ist. Also keiner; denn wir alle haben Fehler. Aber wer das erkennt, der bekommt von Gott unwahrscheinlich viel geschenkt: Seinen Segen, und der ist wie ein großer, langer Kuss, der mir zeigt, wie lieb Gott mich hat. Öffnet eure Herzen, sagt es laut weiter: Gott will kommen. Willkommen, lieber Gott! Wer Gott ist? Er ist mein Lebenshüter, er ist ganz treu, ihm gehört alles, was es gibt. Öffnet eure Herzen, sagt es laut weiter: Gott will kommen! Willkommen, lieber Gott!

Ehre sei Gott in der Höhe! AMEN

Im nächsten Video hören Sie die biblische Lesung – aus dem Buch des Propheten Jeremia 23, 5-8

Predigt der Konfis 22 zu Advent und Weihnachten:

Auf Weihnachten zu warten ist schön, weil man sich jeden Tag aufs Neue freut. Außerdem ist der Adventskalender eine schöne Überraschung am Morgen.

Man muss sich gedulden, bis Jesus geboren wird und diese Zeit ist voller Vorfreude. Es ist, wie auf seinen Geburtstag zu warten. Es ist spannend und schön zugleich. Denn mit jedem Tag, an dem ein Türchen vom Adventskalender geöffnet wird, steigt die Vorfreude auf Heiligabend und somit auf Jesus Geburt. Und das gemeinsame Beisammensein und die Geschenke. Advent bedeutet: Vorfreude auf das Geburtstagsfest Gottes Sohnes: Jesus. Aber auch ein bisschen Stress, weil man noch so viele Geschenke vorbereiten muss.

Weihnachten ist ein schönes Fest, wo Menschen Freude verspüren. Menschen verspüren heutzutage Freude wegen der Geschenke, doch früher verspürten sie Freude wegen der Ankunft von Gottes Sohn Jesus. Gottes Sohn kommt, um uns zu beschützen und zu verstehen. Daher ist Weihnachten der Anfang einer neuen Ära. Weihnachten bedeutet uns viel! Denn Gottes Sohn schafft es die ganze „Amrumer Familie“ an einem Abend zusammenzubringen und allen ein fröhliches Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Weihnachten bedeutet, mit der ganzen Familie zusammen zu feiern und sich zu beschenken. Es ist das Geburtstagsfest von Gottes Sohn – Jesus. Nach dem Essen sitzen wir am Weihnachtsbaum und der Krippe, wo nun Gottes Sohn in der Wiege liegt. Weihnachten ist schön, da nicht nur eine Person Geschenke bekommt, sondern sich alle über eine Kleinigkeit freuen können. Weihnachten ist, wenn Gottes Sohn die Erde besucht und sich alle freue. Keiner bleibt an diesem Tag alleine, denn jeder hat Gott. AMEN

Predigtgedanken von Pastorin Martje Brandt

Es tut gut, zu hören und zu lesen, wieviel Dankbarkeit und Glück die Konfis in ihrem Leben sehen und erleben und haben. Sie haben Familien, sie haben ein gutes Leben – wie sie es selbst beschreiben. Sie haben ihre Sicherheit. Sie wissen, wo sie sicher sein können – sicher Wohnen. Auch wenn Corona mit all ihren Auswirkungen sie betrifft – es stellt ihre Grundzufriedenheit nicht in Frage. Sie stärken sich durch ihre Predigt gegenseitig und auch weitere. Mich haben sie in große Weihnachtsvorfreude versetzt, weil sie von Weihnachten etwas erwarten. Dass es so schön ist, wie immer. Und kraftvoll. Und sie haben recht. Es wird so schön sein wie immer – so besonders. Gott wird auf die Erde kommen und da sein. Hoffen wir einmal, dass wir das alle mitbekommen – auch zuhause in Quarantäne und Lockdown.

Quarantäne und Lockdown waren nicht die Probleme der Israeliten, zu denen der Prophet Jeremia sprach, von dem in der biblischen Lesung zu hören war. Sie waren in Verbannung, standen vor größter Zerstörung und suchten wieder Lebensperspektiven… Und Gott bekommt wieder einen weiteren Namen. Im Trostwort an die Verbannten wird ihnen ein Vertreter Gottes in Aussicht gestellt mit dem Namen: Gott ist unsere Gerechtigkeit. Geschlagene und Unterdrückte brauchen genau das: Aussicht auf ausgleichende Gerechtigkeit. Vertrauen in eine Kraft, die das Recht wieder aufrichtet. Eine, die wieder Ordnung schafft im Chaos. Eine, die Wohnungen sicher macht, weil alle das zum Schutz brauchen.

Gott kennt uns gut und weiß, was wir brauchen. Wir brauchen Mut für die Zukunft. Wir brauchen das Gefühl, gesehen und verstanden zu werden. Wir brauchen das Gefühl, recht zu haben und Recht zu bekommen. Auch wenn wir gerade in den Zeiten festsitzen, in denen wir sehr ringen. Mit der Angst, mit der Verzweiflung, mit der Überforderung und unklaren Zukunft.

Welchen Namen Gottes bräuchten Sie jetzt? Gott ist Befreiung? Gott ist Erlösung? Ja, das alles auch. Ich bin und bleibe auch immer wieder mit dem Namen Gottes unterwegs, der sagt, dass ich nie allein bin. In keiner Situation. Der Name Gottes, den er Mose schenkt: JHWH – Ich bin da. Ich werde da sein. In den sicheren und in den unsicheren Wohnungen. Auf dem Weg und am Ziel. Oben und unten. Immer. Denn die Konfis haben recht: Keiner ist allein – denn jeder hat Gott.

Am ersten Advent (28. November) hielt Pastorin Brandt die Predigt, die Sie im folgenden Video finden:

Lied:  Tochter Zion (Text zum Mitsingen unter dem Video. Bitte scrollen oder im Handy das Video in einem kleinen Extrafenster abspielen lassen)

1. Tochter Zion, freue Dich, jauchze laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir, ja er kommt, der Friedefürst. Tochter Zion, freue ich, jauchze laut, Jerusalem!

2. Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewigs Reich, Hosianna in der Höh! Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!

3. Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, du, des ewgen Vaters Kind. Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!

Lied:  Macht hoch die Tür (Text zum Mitsingen unter dem Video. Bitte scrollen oder im Handy das Video in einem kleinen Extrafenster abspielen lassen)
1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; der halben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat.

2. Er ist gerecht ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit, all unsre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von Tat.

3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat. Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein. Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat.

4. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, eu’r Herz zum Tempel zubereit. Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; so kommt der König auch zu euch. Ja, Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat voll Gnad.

5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist. Ach zieh mit deiner Gnade ein; dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein Heilger Geist und führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr.

Fürbittengebet (Geschrieben von den Konfis 22 für den Konfergottesdienst)

Gott, wir beten für Menschen, die nicht glücklich sind oder denen es nicht gut geht. Wir denken auch an die, denen es nicht gut geht oder die jemanden verloren haben. Wir verstehen nicht, warum immer die Menschen sterben müssen, die es am wenigsten verdient haben. Gott, wir beten für unsere Freunde und die Familien. Beschütze, die wir lieben. Gott, wir denken an alle kranken Menschen. Hilf ihnen dadurch, dass andere Menschen für sie da sind. Lieber Gott, bitte lass es allen Menschen so gut gehen wir uns. Wir denken an die, die Hunger leiden müssen oder aus ihrem Land flüchten müssen. Gott – wir haben Fragen ins uns: Wieso sind die Grundstücke so teuer auf Amrum? Einige haben fast keine Möglichkeit hier zu bleiben, weil alles so teuer ist.

Gott, wir bitten dich darum, dass wir alle während der Corona-Krisenzeit auf Amrum gesund bleiben. Am besten, das Corona Virus verschwindet ganz. Wir würden es gut finden, wenn du es hier im Winter mehr schneien lassen würdest und dass im Jahr mehr die Sonne scheint. Gott, wir wünschen uns, dass alle Menschen Weihnachten mit ihrer Familie zusammen sein können. Lass alle, die es nicht sind, wieder glücklich werden. Gott, wir wollen unser komplettes Leben zuende leben, ohne dabei gestört zu werden – wie zum Beispiel vom Klimawandel oder durch Trauer unsererseits. Danke, dass es uns so gut geht und dass ich tolle Leute kenne und viel erlebe. Danke, dass Du mit uns und jedem Lebewesen einen Plan hast.

Jetzt gibt es eine Stille – in der Zeit können alle, an ihre Liebsten Menschen denken und für sie beten:

STILLE

Gott, danke, dass Du immer für alle Menschen da bist, die dich brauchen und jedem zuhörst. Wir beten gemeinsam das Vater unser.

Als Nachspiel hören Sie: Paraphrase über einen Chorsatz aus Judas Maccabeus von G.F. Händel (Präludium und Fuge zu: Tochter Zion) (Orgel: Paul Nancekievill)

Aktuelle Veranstaltungen

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