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Gottesdienst für die Adventszeit

(Orgel: Anne-Sophie Bunk, Texte: Martje Brandt)

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Vorspiel: “Maria durch ein Dornwald ging” (Jan Jance)

Wir sagen Euch an, den lieben Advent – siehe, die vierte Kerze brennt…

Und die erste und die zweite und die dritte brennen weiter…

Mit dem vierten Advent wird es hell und langsam ernst: Weihnachten steht vor der Tür: Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe! Es fällt schwer, nicht jetzt schon Weihnachten zu feiern. Auf der anderen Seite kann es auch köstlich sein, die letzten Tage des Advents zu genießen. Viele Menschen warten in dieser angespannten Zeit aber auch auf Testergebnisse, Nachrichten darüber, ob Pläne wahr werden oder wieder abgesagt werden. Wieder andere wollen am liebsten die Zeit vordrehen – wie wird es weiter gehen – und wann? Aber das vermögen wir nicht. Die Zeit vor einer Prüfung , vor einer Geburt, in einer Krise , vor dem Sterben- ist nicht bestimmbar oder ausrechenbar – zumindest nicht genau. Gehen wir also mit Maria an diesem Sonntag durch die letzten Schritte der Schwangerschaft. Und nehmen innerlich alles mit, was ans Licht des Lebens kommen soll. Bald? Bald! Und machen erst einmal die Türen auf:

Im folgenden Video hören Sie  das Lied: Macht hoch die Tür. Den Text zum Mitsingen finden Sie unterhalb des Videos.

1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit. Ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat.

3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat. Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein. Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat.

5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist. Ach zieh mit deiner Gnade ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein heilger Geist uns führ und leit, den Weg zur ewgen Seligkeit, Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr.

Im nächsten Video finden Sie Psalm 24 zum Mitsprechen – den Text (Luther 2017) darunter.

Psalm 24: Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen. Denn er hat ihn über den Meeren gegründet und über den Wassern bereitet. Wer darf auf des Herrn Berg gehen, und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte? Wer unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist, wer nicht bedacht ist auf Lüge und nicht schwört zum Trug: der wird den Segen vom Herrn empfangen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils. Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt, das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe! Wer ist der König der Ehre? Es ist der Herr, stark und mächtig, der Herr, mächtig im Streit. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe! Wer ist der König der Ehre? Es ist der Herr Zebaoth; er ist der König der Ehre.

Gebet: Gott, komm, unsere Geduld geht zu Ende. Die Geduld mit den Veränderungen Tag für Tag, unsere Geduld mit der unberechenbaren Situation, unser Geduld mit dem Warten. Komm und setz dem Ganzen ein Ende. Und wenn das nicht geht, dann gib uns neue Kraft für neue Geduld. Nicht unser Wille – Dein Wille geschehe. AMEN

Lied: Die Nacht ist vorgedrungen (Text unter dem Video)

1. Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern. So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern! Auch wer zur Nacht geweinet, der stimme froh mit ein. Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.

4. Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld. Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld. Beglänzt von seinem Licht, hält euch kein Dunkel mehr, von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her.

5. Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt. Als wollte er belohnen, so richtet er die Welt. Der sich den Erdkreis baute, der lässt den Sünder nicht. wer hier dem Sohn vertraute, kommt dort aus dem Gericht.

Bibellesung für den vierten Advent – bei Lukas im 1. Kapitel:

Meine Seele erhebt den Herrn und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilands; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währet für und für bei denen, die ihn fürchten. Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinem Nachkommen in Ewigkeit.

Impuls: Viele gab es seitdem Maria ihr Lied gesungen hat, die dieses Lied sangen und wiederholten, und denen es ähnlich ging wie Maria: Arme und rechtlose Menschen. Menschen, denen Gewalt angetan wurde und die keine Mittel hatten, sich zu wehren.  Menschen, die vielleicht die Faust in der Tasche machten und dieses Lied sangen als ein Zeichen, dass das letzte Wort trotz allem nicht gesprochen ist. Dass es Rechnungen gibt, die einmal beglichen werden. Das Lied der Maria war in den mehr als zweitausend Jahren seit damals für viele Menschen ein Hoffnungszeichen, dass es doch so etwas wie Gerechtigkeit gibt  – und dass Gott nicht auf der Seite derer steht, die anderen Gewalt antun. Das Lied der Maria ist eine Vision. Ein Lied, entstanden aus einem Moment des Ergriffenseins von einer anderen Wirklichkeit. Ein Lied, das der uralten Hoffnung Ausdruck gibt, dass diese Erde doch noch einmal eine wirkliche Heimat für alle Menschen sein könnte. Maria, die das Lied sang, sie trug unter ihrem Herzen ein Kind. Auf diesem Kind ruhen die Hoffnungen der Welt.  Das Kind verleiht dem Lied seiner Mutter einen bleibenden Ausdruck. Und uns die Kraft zu hoffen. Und uns immer wieder von einer anderen Wirklichkeit ergreifen zu lassen. Und zu leben.

Lied: Mit Dir, Maria gehen wir – Text unter dem Video

Refr.: Mit Dir, Maria singen wir von Gottes Heil in unsrer Zeit. Uns trägt die Hoffnung, die du trugst: es kommt der Tag, der uns befreit.    1. Hell strahlt dein Licht durch jede Nacht: “Ich preise Gott, Magnificat. Himmel und Erd’ hat er gemacht, mein Gott, der mich erhoben hat.”

Refr.: Mit Dir, Maria singen wir von Gottes Heil in unsrer Zeit. Uns trägt die Hoffnung, die du trugst: es kommt der Tag, der uns befreit.    2. Du weißt um Tränen, Kreuz und Leid. Du weißt, was Menschen beugt und biegt. Doch du besingst den, der befreit, weißt, dass das Leben letztlich siegt.

Refr.: Mit Dir, Maria singen wir von Gottes Heil in unsrer Zeit. Uns trägt die Hoffnung, die du trugst: es kommt der Tag, der uns befreit.    3. Dein Jubel steckt auch heute an, österlich klingt er, Ton um Ton: Großes hat Gott an dir getan, Großes wirkt unter uns dein Sohn.

Refr.: Mit Dir, Maria singen wir von Gottes Heil in unsrer Zeit. Uns trägt die Hoffnung, die du trugst: es kommt der Tag, der uns befreit.    4. Hell strahlt dein Licht durch jede Nacht, pflanzt fort die Lebensmelodie: Es kommt, der satt und fröhlich macht, der deinem Lied den Glanz verlieh.

 

Die vier Kerzen Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: “Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.” Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz. Die zweite Kerze flackerte und sagte: “Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.” Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus. Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: “Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr, zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.” Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht. Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: “Aber, aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!” Und fast find es zu weinen an. Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: “Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heißt Hoffnung!”

Lied: Stern über Bethlehem  (Text unter dem Video)

Lied: Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg. Führ uns zur Krippe hin, zeig wo sie steht, gehe Du uns voran, bis wir dort sind. Stern über Bethlehem – führ uns zum Kind.

Fürbittengebet: Komm, Gott, zu uns! Wir träumen den großen Traum der Gerechtigkeit auch in Krisenzeiten. Dass die die viel haben auch viel bezahlen können – um die Krise mit zu überwinden. Dass die ersten die letzten sein werden und der Impfstoff für alle Länder reicht und alle Menschen, die sich impfen lassen wollen. Wir träumen den großen Traum der Gewaltlosigkeit und des Friedens. Wo Geschrei verstummt und Waffen schweigen. Und wo Menschlichkeit zählt – auch bei Menschen, die um ihr Leben fliehen. Komm, Gott als Kind und lass uns die Herzen öffnen. Für das Leben.

Vater unser im Himmel…

Vom 23. März bis zum 09. Mai 2020 erklang zum Trost und inneren Stärkung der christlichen Gemeinde jeden Abend auf Amrum um 19 Uhr das Lied: “Der Mond ist aufgegangen” vom/vorm Turm der St. Clemens Kirche. Es fanden sich an jedem Abend Einzelne, die auf Ihrem Spaziergang hier Station machten und mitsangen. Mit diesem kleinen Abendritual konnten wir uns gegenseitig helfen, die Zwangspause von Gemeinschaft durch das Kontaktverbot aufgrund der Corona-Pandemie durchzuhalten. Vom 14. Mai bis zum 24. September erklang es dann gemeinsam vor der Kirche als Abschluss des Gottesdienstes.

Mit den folgenden Dateien können Sie dieses Ritual für sich zu Hause weiter fortführen.

1. Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar.

2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt.

3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir gestrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.

4. Wir stolzen Menschenkinder sind eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel. Wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste und kommen weiter von dem Ziel.

5. Gott, lass dein Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs trauen, nicht Eitelkeit uns freun; lass uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein.

6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod; und wenn du uns genommen, lass uns in’ Himmel kommen, du unser Herr und unser Gott.

7. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder; kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen und lass uns ruhig schlafen. Und unsern kranken Nachbarn auch!

Gott segne die Ruhe der Nacht und schenke uns Frieden. AMEN

Oder Sie können sich zur Erinnerung und für einen EIndruck von der Aktion folgendes Video ansehen:

Aktuelle Veranstaltungen

Informieren Sie sich doch hier über unser spannendes Projekt “ERZÄHLENDE GRABSTEINE AMRUM”